Die Entwicklung der Smartphones

Die Entwicklung der Smartphones und die Auswirkung auf unser Leben

Dies klingt schon fast wie ein ausgedroschenes Thema, aber wir wollen uns diese Entwicklung von einem kritischen Gesichtspunkt her nähern. In den letzten 2 Jahren wurde die Bewegung des Minimalismus und der Ruf sein Leben zu vereinfachen, wieder mehr Zeit in der Natur und mit Menschen und weniger Zeit vor dem Computer oder am Smartphone zu verschwenden, immer lauter und verbreiteter. Aber schließen sich Minimalismus und Smartphones wirklich aus? Hat sich unser kleiner Taschencomputer wirklich zu so etwas Schlechtem entwickelt?

Ich bin Mitte 30. In meiner Kindheit gab es kein Internet. Wir haben Internet zu Hause bekommen als ich 17 war und eine Flatrate kannte damals auch noch niemand. Dieses durfte ich eine Stunde am Abend nutzen um mit meinen Freunden auf ICQ zu chatten. Das war es. Es gab keine Blogs oder Dinge, die ich recherchiert habe. Ich konnte keine Fotos von anderen stalken, und es gab kein Facebook oder Instagram. Von daher war das Internet zwar eine sehr neue und aufregende Sache, aber auch irgendwie langweilig. Wie konnte sich dieser Markt in so kurzer Zeit so schnell verändern? Und gibt es wirklich psychologische Aspekte, die wir bedenken sollten? Wie ernst ist die Lage? Ist unser Überkonsum des Internets und das Ausschlachten der sozialen Medien vielleicht der Auslöser für den Minimalismus Trend?

Wir wollten es genauer wissen und haben uns daher die Entwicklung des Handys zum Smartphone einmal angesehen. Welche Neuerungen haben den größten Unterschied gemacht? Was sind die Pro und Cons der ständigen Erreichbarkeit? Gibt es medizinische Studien zu dem Thema? Was ist überhaupt zu viel Konsum? Woran kann man das festmachen und wie können wir das in unseren Alltag integrieren bzw unseren Kindern beibringen ohne die uncoolen Eltern zu werden?

Wir werfen einen kritischen und ehrlichen Blick auf unseren ständigen Begleiter, das Handy, und werden versuchen einen Blick in die Zukunft zu werfen. Wird der technologische Fortschritt weiterhin so schnell vorangehen, oder laufen wir gegen eine Mauer? Ist der Minimalismus vielleicht ein Trend, der übergreifen wird und uns wieder auf ein einfacheres Leben rückbesinnen wird? Wie stehen die Chancen dazu?

Das alte Handy


Je nachdem wie alt Sie sind, erinnern Sie sich noch an die Klassiker der Handys. Angefangen hat das ganze bereits 1983 mit Motorolas DynaTAC 8000X, ein Brocken von einem Handy; fast zu schwer um es mit einer Hand zu halten und definitiv nicht Handtaschen-tauglich. Einer der ersten großen Klassiker war das Nokia3310, das heute zurecht Kultstatus hat. Nokia legte damit Maßstäbe für ein neues schlankes und abgerundetes Design. Dieses erschien zur Jahrtausendwände und hat einer der ersten Runs auf ein bestimmtes Modell ausgelöst. Nokia war, bis zur Erfindung des Smartphones, absoluter Spitzenreiter. Ein Nokia Handy hatte Qualität und Prestige. Gerne erinnern wir uns an das schöne 3210, oder noch davor: Das Nokia 5110, das noch die kleine Atenne hatte. Mit diesem Handy ging die Erfolgsgeschichte von Nokia wohl los. Die bekannte Anordnung der Menütasten kannte bald jeder und Nokia hat natürlich Snake erfunden, das wohl bekannteste Handyspiel aller Zeiten. Toll war auch das austauschbare Cover. So konnte man seines bemalten oder mit Freunden tauschen und glauben Sie mir, es gab nichts, was es als Cover nicht gab: Von den Simpsons, über Flaggen, Süßigkeiten Drucke, jede Art von Farben und Muster, Glitzer und was man sich sonst noch vorstellen kann. Es folgten das Nokia 3410 in schickem Mint, das 6230i und weitere. Aber auch andere Anbieter konnten ein paar Klassiker für sich verbuchen. Das Motorola RazrV3i / c wurde spätestens mit der Kultserie OC California zum Kassenhit und kam in 8 coolen Farben. Aber auch Siemens brachte ein paar coole Handys auf den Markt, wie z.B. das Siemens SL 45.

Dank Blackberry kam die Qwertz Tastatur zu uns. Damals noch sehr schwerlich zu bedienen wegen der kleinen Tasten, ist sie heute dank des Touch-Screens zur Norm geworden.

Es gab nur wenige Klingeltöne, nach 10 SMS musste der Speicher geleert werden, man konnte für eine Person nicht mehrere Nummern anlegen, und vor allem war es teuer. Handys waren damals schon ein Luxus, bei dem gerne mal bis zu 1,99 DM pro Minute zum Telefonieren zahlen durfte. Heute nicht mehr vorstellbar!

Smartphone Entwicklung


Nach den 2000er Jahren wurden bei Design und Aussehen experimentiert. Es gab auf einmal Klapphandys und Handy zum Aufschieben. Es gab Außendisplays und immer bessere Kameras.

Einer der wichtigsten Punkte war aber wohl die Entwicklung des internen Speichers und die der Grafik. Aber natürlich auch die Preissenkung und die Flatrates waren unabdinglich.  Was unsere Smartphones heute können, haben wir uns damals nicht zu träumen gewagt. Dennoch galt es auch damals schon als cool immer die neusten Modelle zu haben. Zugegeben, damals haben die neuen Modelle immer einen Quantensprung nach vorne bedeutet. Ein neuer Konsumer-Trend war geboren.

Erst 2007, gefühlt aber schon viel länger her, brachte Apple sein ersten iPhone auf den Markt. Damit war das iOS Betriebssystem geboren. Ein Jahr später kam das erste Handy mit Android Betriebssystem. Diese beiden Betriebssysteme haben von nun an den Markt regiert und geteilt – bis heute. Wir haben den Playstore und den Applestore, aus denen wir uns unsere Apps runterladen. Android liegt hier jedoch noch weit vorne und hat einen Marktanteil von 85% der Handynutzer. Dies liegt natürlich auch daran, dass Android auf Handys verschiedener Marken genutzt wird, wohingegen iOS nur auf Apple Handys läuft.

Apps / Applications. Durch den Aufstieg des Handys wurden soziale Netzwerke geboostet. Whatsapp wurde erfunden. Mit mobilem Internet, das damals noch sehr langsam war, war es möglich auch an Freunde oder Familie im Ausland umsonst Nachrichten hin und her zu schreiben. An Datenschutz oder Datenklau dachten damals wenige. Zu aufregend waren die Neuerungen. Immer öfter sahen wir nun Menschen im Zug oder Bus sitzen, die auf ihr Handy starrten. Es gab auf einmal eine immer größere Anzahl von Spielen. Der Zustand des immer-erreichbar-seins hatte begonnen, denn das Handy konnte alles empfangen: SMS, Whatsapp Nachrichten, Messenger Nachrichten, E-Mails. Wie praktisch das damals noch alles war! Nutzen wir das Internet und unser Smartphone heute anders als damals? Ja, das tun wir in der Tat. Lesen Sie weiter.

Handys – eine Markensache


Handys haben uns dem gleichen Konsumtrend unterworfen, wie es auch die Modeindustrie vorher schon getan hat. Uns wird gezeigt, was wir haben wollen sollten und was momentan angesagt ist. Nicht umsonst gibt es Menschen, die vor der Neuerscheinung des neuen iPhones vor dem Geschäft übernachten, um auch sicherzusehen, dass sie auch wirklich am ersten Tag eines bekommen und nicht erst vielleicht eine Woche später. Das Gefühl von haben-müssen wird uns eingebrannt – in Deutschland aber noch weniger als in den USA.

Nehmen Sie Stellung! Entweder man wird Apple oder Android Fan. Ist man Android Fan argumentiert man gegen die übertriebenen und scheinbar nicht gerechtfertigten hohen Preise der Apple Handys. Man bezahle hier ja nur die Marke, wie bei einem simplen Armani T-Shirt. Ist man Apple Fan argumentiert man, dass Apple viel benutzerfreundlicher ist, weniger Angriffe von Hackern erhält, und das verknüpfen unterschiedlicher Geräte ein Kinderspiel ist.

Dass das Handy inzwischen zum Luxusobjekt geworden ist, machen sich auf die Mobilfunkanbieter zum Nutzen. Hier werben sie mit Angeboten teure Handys in Raten (plus Zinsen natürlich) abzubezahlen. Außerdem wird Ihnen eine Handyversicherung angeboten, denn leider müssen wir zugeben, dass die Handys auch immer schneller kaputtgehen. Konnte man früher ein Handy noch über den Balkon fallen lassen, ohne dass etwas passiert ist, kann das große Display heute schon zerspringen, wenn es einem vom Sofa fällt. So manch einer hat dabei schon eine Wut-Träne verdrückt, wenn man in einem 800€ teurem Handy auf einmal einen riesen Sprung im Display hat, oder das Display sogar ganz zerschmettert ist. Für 5-10€ im Monat können Sie sich absichern und erhalten im Falle des Falles einen kostenlosen Ersatz. Ob sich das wirklich lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Für wen waren Smartphones ursprünglich gedacht?


Ob man sich damals wirklich gedacht hatte, dass eines Tages fast jeder in der modernen Welt mal ein Smartphone haben würde, können wir nicht sagen. Ursprünglich jedoch waren diese für Businessleute gedacht, damit diese weniger Zeit zwischen den Meetings verlieren. So konnten E-Mails z.B. auch im Zug bearbeitet werden.

Die Idee hinter dem mobilen Internet war also anfangs eher auf den beruflichen Zweig ausgelegt. Tatsächlich wird die meiste Nutzung des Internets heutzutage für private Zwecke genutzt. Obwohl man den Gedanken verstehen kann, dass es eventuell wichtig ist, einen Geschäftsmann auch unterwegs zu erreichen, hat auch dies einen extra Stress-Faktor in die Arbeitswelt gebracht. Aber dazu später mehr.

Heute ist unser Handy das Tor zur Außenwelt. Wir können uns mit Menschen auf der ganzen Welt verknüpfen und in Kontakt sein. Dies ist wohl mit der größte Vorteil der sozialen Netzwerke.

Die Ausbreitung von Social Media


Gerade Privatnutzer brauchen natürlich auch einen „Grund“ mobiles Internetz zu nutzen. Und seien wir mal ehrlich: Für keinen privaten Nutzer wäre die reine E-Mail Abfrage genug. Die meisten Leute bekommen dort inzwischen mehr Werbung als private Nachrichten. Das war die Geburt der Social Media Kanäle. In Deutschland hat sich vor Facebook noch StudiVZ und MeinVZ gehalten, bis es dem internationalen Konkurrenten Platz machen musste.

Doch das reine in-Kontakt-bleiben ist heute längst nicht mehr alles. Schnell hat man herausgefunden, was für ein schönes Leben man sich im Internet aufbauen kann und wie einfach es ist alles sehr glamourös und glücklich darzustellen. Was dies wiederum für unsere Gesundheit bedeuten würde, hat man damals noch nicht vorher gesehen.

Es wurde ja zwar auch schon vorher behauptet, dass es für junge Frauen nicht gesund sei, sich an Vorbildern aus Zeitschriften (Models) zu orientieren, wenn es Lifestyle und Schönheitsfragen geht, noch heftiger wurde es aber, als man sich auf einmal im Vergleich zu anderen, ganz normalen Menschen des gleichen Alters gesehen hat.

Teenager wie Erwachsene werden mit dem Gefühl des nicht-gut-genug-seins gequält. Teenager sehen, dass andere hübscher oder sportlicher sind, einen Freund/Freundin haben, auf coole Partys gehen, sich bestimme Klamotten leisten können und im generellen ein viel aufregenderes Leben zu führen scheinen als man selbst. Als Erwachsener sieht man wie Bekannte oder Freunde in einen tollen Urlaub fahren, den man sich selbst  nicht leisten kann, heiraten und Kinder bekommen, während man selbst immer noch Singel ist, oder jemand schon wieder eine Beförderung erhalten hat. Der Zweifel nagt, ob man etwas falsch gemacht hat, weil man immer noch „nur“ in einer Wohnung wohnt und leider nicht viel Geld verdient.

Die Gefahren von Social Media


Das Ganze geht sogar so weit, dass die Raten von psychischen Krankheiten und Burnout seit der Nutzung von Smartphones und den sozialen Medien in die Höhe geschossen sind. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen haben diese ernst zu nehmende Zahlen erreicht.

Erwachsene leiden unter dem ständigen Druck ständig erreichbar zu sein und können zu Hause schlecht abschalten. Wenn das Handy piepst, weil man Dienstschluss doch noch eine E-Mail (oder mehr) reingekommen ist, haben nur wenige die Kraft, diese zu ignorieren. Auch wenn man an diesem Abend nicht darauf antwortet, wird man allein durch das Lesen wieder in die Welt der Arbeit hineingezogen, obwohl man sich eigentlich ausruhen sollte.

Teenager verbringen oft bis zu letzten Minute des Tages vor dem Bildschirm. Vor dem Schlafengehen wird noch bei Facebook oder Instagram durchgescrollt ohne etwas Bestimmtes zu suchen. Einfach nur so. Dies kann sowohl für Teenager, noch mehr aber für Kinder gefährlich werden, da Blaulicht die noch wachsenden Gehirnstrukturen schäden und verändern kann. Es ist kein Zufall, dass wir früher beim zu lange Fernsehen von eckigen Augen gesprochen haben, oder das die Augen rot werden, wenn wir den ganzen Tag oder bei dunklem Licht am Computer oder Handy sind. Und genau dieses Blaulicht scheint auch noch zusätzlich in Verbindung mit den ansteigenden Raten von Depressionen und Angststörungen zu stehen.

Die amerikanische Zeitung Psychology Today hat gesagt, dass Blaulicht vor dem Schlafengehen den Schlafrhythmus stören oder verzögern kann und außerdem die Gefühlsebene eines Menschen negativ beeinflusst. Wenn dies schon bei Erwachsenen möglich ist, stellen Sie sich vor, wieviel stärker Kinder erst darauf reagieren!

Blaulicht kann aber auch aus genau dem Grund, dass es Menschen wachhält, über den Tag nützlich werden. So haben Probanden aus einer Studie der Boston Brigham und Women’s Hospital und Philadelphias Thomas Jefferson University herausgefunden, dass Probanden, die während eines Arbeitstages im Durchschnitt 6,5 Stunden dem Blaulicht (während des Tages) ausgesetzt sind, weniger Anzeichen von Müdigkeit zeigen, eine längere Konzentrationsdauer haben und ein schnelleres Reaktionsvermögen. Dies wurde im Vergleich zu Probanden getestet, die stattdessen grünem Licht ausgesetzt warten. Außerdem waren die Teilnehmer Erwachsene.

Vor- und Nachteile des mobilen Internets

Es gibt ganz klar sehr viele Vorteile die uns das Internet und auch das mobile Internet gebracht haben.

Vorteile:

  • Man kann über mobiles Internet telefonieren, auch ohne Guthaben auf dem Handy.
  • Man kann seinen Standort orten, wenn man nicht weiß, wo man ist.
  • Das Handy dient auch als Navigationssystem. Vorbei sind die Zeiten, in denen wir noch mit handgeschriebenen Zetteln, oder Ausdrucken von Google Maps am Computer im Auto fahren mussten.
  • Man verpasst keine wichtigen E-Mails oder Absagen.
  • Das Handy fungiert nun auch als MP3/4 Player. Wir haben Musik über Spotify oder Apple Music immer dabei und sind nicht mehr auf die Kapazitäten eines MP3 Players angewiesen.
  • Die modernen Handys haben eine super Kamera!
  • Etwas im Internet hochzuladen geht schnell und einfach. Man muss seine Kamera dafür nicht mehr an den PC anschließen und dies manuell tun.
  • Durch Apps verschiedener Art kann man neue Leute aus der Umgebung kennenlernen.
  • Der Health Tracker hilft einem genug zu Schlafen und erinnert einen daran, Sport zu treiben.
  • Wir können jederzeit schauen, wie das Wetter werden soll.
  • Das Handy hat auch eine Taschenlampe.

Das Handy deckt damit viele Dinge ab, für die wir früher mehrere Geräte brauchten. Das macht es natürlich unglaublich praktisch und handlich.

Nachteile:

  • Viele Menschen verfallen in eine Handy Abhängigkeit. Der Durchschnittsmensch checkt sein Handy zwischen 50 und 100 Mal pro Tag, obwohl keine Benachrichtigung kam.
  • Man verschwendet viel Zeit mit dem Nichtstun und sinnlosen Rumscrollen auf Webseiten.
  • Man kann sich leicht überwältigt fühlen und die falschen Welten, die einem dort dargestellt werden können schlechte Gefühle und Selbstzweifel verursachen.
  • Zu viel Blaulicht schlägt aufs Gemüt. Nach nur 10 Minuten auf dem Handy sinken die Endorphine.
  • Die ständige Erreichbarkeit ist extrem stressig und baut unterschwelligen Druck auf. Es wird immer schwerer zu Hause abzuschalten und sein Handy für den ganzen Abend nicht zu nutzen bzw draufzuschauen.
  • Wir werden durch Unmengen von Werbung, Bildern, Texten, und Videos zu den perfekten Konsumenten erzogen.
  • Wir verbringen weniger Zeit draußen, und mehr Zeit drinnen.
  • Für Kinder ist dieser „Information Overflow“ sehr schwer zu verarbeiten oder zu verstehen.
  • Menschen entfremden sich voneinander. Wir schreiben Nachrichten anstatt anzurufen und Facetimen anstatt einen Kaffee trinken zu gehen. Wichtige soziale Kompetenzen werden so u.U. von Jugendlichen nicht gelernt.

Beide Listen sind lang (und natürlich auch unvollständig, es gäbe wahrscheinlich noch viele, auch individuelle, Puntke hinzuzufügen). Die Frage liegt also in dem wie. Wie nutzen wir Social Media? Wie sollten wir Social Media nutzen? Für was sollten wir mobiles Internet nutzen, und für was nicht? Wie ist es zu dem Information Overflow gekommen? Und was können wir aktiv dagegen tun?

Alle unsere Leser sind erwachsen. Je nachdem wie alt Sie sind, sind Sie, wir wir, die wir uns in unseren 30ern und 40ern befinden, ohne Internet und ohne Handy aufgewachsen. Wir hatten wohl unsere Spielkonsolen, die guten Nintendos oder Playstations, oder noch davor den Game Boy (Oh hallo Nostalgie, du bist wunderschön!). Das heißt, auch wir kennen das Gefühl sich in Technologien stundenlang verlieren zu können. Mein Bruder und ich konnten stundenlang Mario Kart spielen. Auf dem Game Boy war ich die Heldin in Kirby’s Dream World.  Dennoch gab es hier einen großen und sehr bedeutenden Unterschied: Wollte man gegen andere Freunde spielen, so musste man sich nach wie vor treffen. Man saß nebeneinander an der gleichen Konsole. Später kamen die berühmten LAN Parties dazu, wo die Jungs noch Ihre schweren PCs mit dem Bollerwagen oder der Schubkarre von A nach B gebracht haben um sich dann ein Wochenende lang einzuschließen und die Welt draußen zu vergessen. Dazu gab es Pizza und Cola und die Welt war gut. Gemeinsam. Gameboy wurde meistens abends vorm Schlafengehen, oder auf einer Autofahrt gespielt. So hatte man also bewusst Situationen, in denen man alleine war und denen man sich alleine zu beschäftigen wusste.

Heute können Sie ein Computerspiel gegen einen Spieler in Japan spielen, den Sie nicht kennen, und von denen Sie nichts wissen. Die Anonymität ist eine der größten Gefahren im Internet geworden, und das auf verschiedenen Ebenen.

Entfremdung / De-Sozialisierung:

Heutzutage haben viele Menschen bereits zwei Leben: Das wirkliche und das virtuelle. Das virtuelle ist eine Darstellung dessen, wie man gesehen werden möchte. Bequem und gekonnt lässt man einfach das weg, was man eigentlich nicht so gerne zeigen möchte, oder sogar verstecken möchte. Generell gilt: Ich bin schön, ich bin glücklich, ich bin beliebt, ich bin erfolgreich. Gegen positive Affirmationen sei an dieser Stelle natürlich nichts einzuwenden, sie sind sogar unglaublich wichtig. Dennoch wirkt sich diese Art von nicht-realer Selbstdarstellung negativ auf diejenigen aus, die die Bilder sehen. Tatsächlich ist es so, dass im Kopf ein oft unbewusster Vergleich stattfindet mit dem eigenen Leben. Umso mehr, wenn man die Personen kennt. Hat man sich früher „irgendwelche“ Leute in den Zeitschriften angesehen, die mit dem eigenen Leben und der eigenen Realität nichts zu tun haben, sind es nun Kollegen, Klassenkameraden, Nachbarn, Freunde und Bekannte.

Leute, die eigentlich ein sehr ähnliches Leben wie man selbst haben sollte. Man war doch schließlich zusammen in der Schule, kommt aus dem gleichen Dorf / Stadt. Warum ist sie glücklich verheiratet und hat 2 Kinder? Ich war doch früher viel beliebter? Warum verdient er so viel Geld? Ich arbeite doch auch hart. Warum scheinen alle immer so unendlich glücklich zu sein? Warum fährt sie schon wieder in Urlaub? Und in was für einen! Das kann ich mir nicht leisten, ergo: Mein Leben ist schlechter als das der anderen, folglich bin ich unglücklich. Soziologen sprechen hierbei schon von Gehirnwäsche und warnen: Was auch immer du für einen inneren Dialog mit dir selbst führst, das wird deine Realität. Und damit ist nicht gemeint, dass wenn Sie oft genug zu sich sagen „Ich gewinne einen Porsche, ich gewinne einen Porsche“ etc, dass sie dann auch wirklich einen Porsche gewinnen.

Vielmehr geht es darum, dass wenn Sie sich ständig als schlechter und weniger Glück habend sehen, sich dieses negative Denken in Ihrem Hirn festsetzt. Ein negatives Denken ändert auch die Sicht auf die Welt.

Anders herum gilt aber auch: Ein positives Denken macht Sie nachhaltig glücklicher. Dankbarkeit aussprechen und anerkennen, die kleinen Dinge sehen, und erkennen, dass ein durchschnittliches Leben wunderschön sein kann, dass man auch alleine glücklich sein kann, dass man kein Haus braucht, sondern dass auch die eigene Wohnung wundervoll und gemütlich ist, und dass es manchmal ein Segen sein kann weniger Geld zu verdienen, aber dafür mehr Zeit für sich und weniger Stress und Verantwortung auf der Arbeit zu haben.

Mit diesen Themen haben sich in den letzten Jahren nicht nur Psychologen, sondern auch Soziologen, Pädagogen, Yogalehrer und viele andere beschäftigt. Selbstreflexion war ein neues Thema und mit der Erkenntnis, dass weniger oft mehr ist und Reizüberflutung eine ganz schlechte Sache, kam die Geburt des Minimalismus – eine bewusste Gegenbewegung zu Konsum und Internetabhängigkeit.

Minimalismus – zurück zu den Wurzeln

Minimalismus, was eigentlich aus dem asiatischen Raum kommt, hat in den letzten Jahren einen großen Sprung in die westliche Welt geschafft. Warum? Weil die Menschen hier immer mehr gemerkt haben, wie sie unter Reizüberflutung leiden. Stress und Burnout Raten am Arbeitsplatz steigen, Depressionen bei Kinder und Jugendlichen haben ein Hoch, Psychologen und Therapeuten werden Mangelware. Die Gesellschaft ist aus dem Ruder. Höchste Zeit die Notbremse zu ziehen!

Wofür soll Minimalismus gut sein und was bedeutet es?

Googelt man Minimalismus sieht man oft sehr spartanisch monochrom eingerichtete Wohnungen. Dies ist Minimalismus in extremer Form. Doch nicht alle Minimalisten leben ganz in Weiß (oder Schwarz-Weiß), oder haben nur 30 Teile zum Anziehen. Generell geht es darum sich intensiv mit seinem Umfeld auseinanderzusetzen und bewusste Fragen zu stellen:

  • Welche Freunde tun mir gut und welche nicht?
  • Welche Hobbies mache ich am liebsten? Was macht mich glücklich?
  • Habe ich genug Zeit für Freunde und Familie?
  • Wie fühle ich mich in meinem Körper? Fühle ich mich fit und gesund?
  • Was nehme ich zu mir? Wie esse ich? Habe ich viele Chemikalien im Haus? Esse ich viel Fast Food?
  • Fühle ich mich wohl in meiner Wohnung? Ist sie eine Oase der Entspannung?
  • Was gibt es in meinem Leben für das ich keinen Platz mehr habe, oder was ich nicht benutze/trage?

Sich mit solchen Fragen zu beschäftigen braucht natürlich etwas Zeit, denn es ist auch etwas Übung nötig, um hier ehrlich mit sich selbst zu sein.

Über die Jahre sammeln sich so viele Dinge an, für die wir eigentlich keine Verwendung mehr haben. Entweder lungern sie in irgendwelchen Boxen, oder sie stehen irgendwo in der Wohnung rum und werden doch nie aktiv wahrgenommen.

Es ist also Zeit die Wohnung und das Leben auszumisten. Sortieren Sie Kleiderschrank Leichen aus. Je weniger Entscheidungen man am Tag treffen muss, desto weniger Stress wird im Hirn ausgelöst. Deswegen tragen die großen CEOs oft auch immer das gleiche Outfit.

Doch Minimalismus ist mehr als ein kleiner Kleiderschrank und eine schöne Wohnung. Es geht darum weniger Zeit vor dem Fernseher oder am Handy zu verbringen und stattdessen mehr Zeit draußen oder mit Freunden. Echte Gespräche, keine Whatsapp Nachrichten. Gutes Essen kochen, kein Take Away. Den Tag langsam angehen, keinen Stress. Mit dem Fahrrad fahren, nicht das Auto nehmen. Bewusster durch das Leben gehen und immer wieder Pausen einlegen. Die einfachen Dinge genießen.

Minimalismus ist also auch irgendwie das, was vor ein paar Generationen noch normal war. Jetzt haben wir ein neues Wort dafür und einen neuen Trend entwickelt. Traurig ist eigentlich nur, dass es überhaupt so weit kommen musste, dass wir so einen Trend überhaupt brauchen. Denn an sich sind Smartphones ja eine tolle Erfindung und sie können uns in vielen Hinsichten den Alltag und die Kommunikation erleichtern. Der Mensch scheint jedoch eine Veranlagung dazu zu haben, Dinge nur schwer in Maßen genießen zu können.

Vor allem Kindern und Jugendlichen muss ein gesunder Umgang mit Smartphones, der eigenen Datenweitergabe, und den sozialen Medien beigebracht werden.

Dabei muss klar sein: Hier geht es um Lebensqualität, nicht um Verzicht im Sinne des Verbotes. Kinder und auch noch Jugendliche lernen durch Nachahmen, sowohl von dem kleinen Umfeld (Familie), als auch vom größeren Umfeld (Mitschüler, Lehrer, Vereinsfreunde, Umwelt, Werbung). Wenn also schon die Eltern am Tisch mit dem Handy in der Hand sitzen, oder den Kindern in einem Wartezimmer oder in der Bahn das Tablet zum Zeitvertreib in die Hand drücken, dann sollte man sich hier mal ganz stark fragen, welche Vorbildfunktion hier eingenommen wird. Klar, keiner ist perfekt und Eltern sein ist wahnsinnig anstrengend. Aber hier kommt ein Geheimnis: Es ist nicht nur völlig ok, wenn Kinder sich langweilen, sondern tatsächlich notwendig für eine gesunde Entwicklung des Gehirns. Die Kinder lernen sich mit sich selbst zu beschäftigen und beginnen ein Kopfkino. Kopfkino bedeutet die Fantasie anregen. Hierbei ist es völlig egal, ob das Kind in eine Gedankenwelt flieht, die es selbst erschafft, oder sich lustige Dinge über die Person, die ihm im Wartezimmer gegenüber sitzt, ausmalt. Fantasie ist Fantasie und wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass diese Anregung der Fantasie, die durch Langeweile entsteht, Grundsteine für die spätere Fähigkeit der Konfliktlösung legt.

Denn wer hat davon heute nicht gehört? Die Jobs als junger Erwachsener sind „extrem innovativ“, man möchte kreative Köpfe und Querdenker, Menschen, die Dinge aus einer anderen Perspektive sehen können und mit ungewöhnlichen Lösungen ihr Team begeistern und voranbringen. Hier wird ganz schön viel erwartet. Diese Erwartungen zu erfüllen ist an sich schon schwer genug. Noch schwerer wird es allerdings, wenn dafür in der Kindheit die Grundsteine nicht gelegt werden.

Wie kann man die Kinder unterstützen und es den Eltern leichter machen?


Tatsächlich ist Minimalismus und Slow Living hier eine enorme Hilfe. Die Idee dahinter ist, Reizüberflutung im familiären Umfeld zu eliminieren. Das fördert nicht nur die Kreativität, sondern auch die Entspannung, und zwar langfristig. Eine Kombination, die sich als erstrebenswert darstellt.

Doch wie funktioniert das eigentlich, bzw warum ist das so?

Wenn wir Menschen viele Dinge auf einmal sehen, sei es eine Vielzahl an Gegenständen, Farben, eine Vielzahl an Geräuschen, unregelmäßiges oder zu grelles Licht, dann arbeitet unser Gehirn auf Hochtouren um das alles zu verarbeiten. Einige Menschen lernen im Laufe ihres Lebens sich dafür eine Art „Filter“ einzubauen, aber die meisten Menschen tun genau dies nicht. Die Filter für unsere Kinder müssen wir als verantwortungsvolle Eltern selbst einbauen und regelmäßig warten.

Sind wir umgeben von weniger Reizeinflüssen entspannen sich Körper und Geist. Dafür gibt es 2 ganz einfache Beispiele:

Wenn wir in ein Hotelzimmer kommen, fühlen wir uns meistens entspannt. Das liegt daran, dass es dort nur das Notwendigste gibt. Die Farben sind meistens dezent. Das gleiche gilt, wenn wir uns in der Natur oder beim Camping befinden. Wir haben nur die notwendigen Dinge bei uns und können richtig gut durchatmen und dem Kopf frei kriegen, weil uns der ganze Müll von zu Hause nicht erschlägt.

Nun, Minimalismus heißt nicht, alles über Bord zu werfen. Natürlich gibt es extremen Minimalismus, aber davon wollen wir heute nicht reden. Nennen wir es gesunden Minimalismus.

Weiterhin können Eltern Ihre Kinder unterstützen, indem Sie darauf achten, wieviel Zeit diese vor dem Fernseher, Tablet oder Smartphone verbringen. Ein internetfreier Tag (z.B. Sonntag) ist für Familien eine tolle Idee. Dafür können Sie einfach das WLAN zu Hause ausschalten. Unternehmen Sie mehr aktive Dinge mit Ihrer Familie, die Sie nach draußen führen und, wenn es für Ihre Kinder wichtig ist, laden Sie auch ab und zu deren Freunde dazu ein. Sie wären vielleicht überrascht, dass sich der ein oder andere Klassenkamerad bei einer Sonntagswanderung anschließt.

Reden Sie auf jeden Fall mit den Jugendlichen über die Nutzung eines Smartphones und erklären Sie dessen Risiken. Finden Sie gemeinsame Lösungen, mit denen alle glücklich sind. Denken Sie immer daran, dass sich das Kind nicht bestraft vorkommen soll. Langfristig wird es Ihnen jedoch danken.

Heißt das jetzt die neuen Medien sind gefährlich?


Ja und nein. Generell gilt auch hier: Alles in Moderation und genau das ist woran es hapert. Natürlich bringen die neuen Medien und die Smartphones, die wir ständig bei uns tragen uns auch unglaublich viele Vorteile und erleichtern uns das Leben.

Wir müssen uns Wegbeschreibungen von Google Maps nicht ausdrucken und als Papier mit uns im Auto führen (ach, das waren noch Zeiten!). Wir können jederzeit das Wetter checken, aber wir sind auch in Notfällen erreichbar bzw können selbst einen Notruf tätigen, sollten wir das müssen. Das kann auch unglaublich beruhigen. Von daher sagen wir ja: Smartphones an sich sind toll! Aber wir müssen uns die äußeren Umstände angucken, was wir damit gemacht haben, denn Internet Mobbing ist nicht toll, sich wegen dem Feed anderer schlecht fühlen, ist nicht toll, ständiges (auch unterbewusstes) vergleichen ist nicht toll. Was wir brauchen, ist eine Gedankenpause – und ein großer Schritt zurück zu uns selbst. Zu erfahren, was wir ohne Handy sind. Zu merken, dass andere nicht merken, wenn wir nur 5 Pullover haben. Zu sehen, dass es einen nicht unbeliebt macht, nur weil man heute keine Nachricht bekommen hat. Zu realisieren, wieviel schöner es ist, einen Tag in der Natur zu verbringen und die Augen schweifen zu lassen, anstatt sie immer vorm Display zu haben. Den Unterschied zwischen echten Freunden und online Freunden zu erkennen. Sich von Trends zu distanzieren und stattdessen sich selbst zu entdecken. In der Lage zu sein, sich mit sich selbst zu beschäftigen und in sich hinein zu hören. Ruhe wertzuschätzen und wieder Wert auf Gleichgewicht  zu legen.

Natürlich gehören Smartphones und Social Media inzwischen einfach in unser Zeitalter und es wäre unrealistisch zu behaupten, dies würde sich ändern. Das wird es nicht. Aber unsere Einstellung dazu kann sich ändern.

Natürlich machen Spiele, auch Computer Spiele Spaß, gar keine Frage. Aber setzen Sie sich bestimmte Zeiten dazu. Spaß sollte immer ein wichtiger Punkt im Leben sein, denn was wäre ein Leben ohne Spaß?! Und wenn Sie jetzt denken, dass Sie gerne online zocken oder in den Online Casinos Ihr Glück versuchen, oder das Ihr Kind sogar online Nachhilfe bekommt, weil diese einfach besser ist als die in Ihrer Stadt, und dass Sie Netflix Abende lieben etc. GAR KEIN PROBLEM! Kaufen Sie online, spielen Sie online, haben Sie ein Facebook Profil, schauen Sie Netflix oder Youtube. Aber lernen Sie die Balance zu erkennen und geben Sie dieses Wissen an die nächste Generation weiter.


Wenn auch Sie gerne online spielen, dann achten Sie bitte auf jeden Fall darauf, dass dies nur in lizensierten Casinos geschieht. Auf unserer Seite finden Sie eine große Auswahl an ausführlichen Rezensionen. Diese Casinos haben auch immer eine Hilfestellung über den Kundenservice, wenn Sie denken, dass Sie spielsüchtig sind, oder ein Problem haben. Schämen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen, sondern seien Sie damit ein Vorbild für andere.

In diesen Casinos wird sich gut um Sie gekümmert:


LeoVegas 1 600 € Bonus und 20 Freispiele ohne Einzahlung + 280 Freispiele.

Casumo 500 € Bonus und 20 Freispiele ohne Einzahlung + 100 Freispiele.

Dunder 600 € Bonus und 20 Freispiele ohne Einzahlung + 180 Freispiele.

Wunderino 740 € Bonus und 30 Freispiele ohne Umsatzbedingungen.

DasistCasino 1 500 € Bonus und 100 Freispiele.

DrueckGlueck 300 € Bonus und 75 Freispiele.

InstaCasino 300 € Bonus und 30 Freispiele ohne Umsatzbedingungen.

 


casinoratgeber.de