Französisches Roulette - Was ist das?

Wenn es um die Beliebtheit von bestimmten Casinospielen geht, ist Roulette in Online-Casinos auf dem zweiten Platz, gleich hinter Slots. Während es in den meisten Casinos eine große Zahl von Varianten dieses Spiels gibt, inklusive klassischem, amerikanischem und europäischem Roulette, ist französisches Roulette eher selten zu finden, wenn es überhaupt angeboten wird.

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Dass dieses Spiel so selten angeboten wird, liegt nicht daran, dass es unter Casinospielern so unbeliebt wäre - obwohl Casinos das gerne behaupten. Vielmehr liegt es an der Tatsache, dass es einen der geringsten Werte beim Hausvorteil hat, sodass die durchschnittlichen Einnahmen für das Casino relativ gering sind. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie es funktioniert:

Beim europäischen Roulette gibt es auf dem Rad eine einzige Null, beim amerikanischen Roulette zusätzlich auch eine doppelte Null. Beim europäischen Roulette hat das Casino beim Setzen auf eine Hälfte der Zahlen einen Vorteil, da die Aufteilung zwischen Rot und Schwarz auf dem Rad aufgrund der Null etwas weniger als 50:50 ist. Beim amerikanischen Roulette ist der Hausvorteil sogar noch höher, da es neben der Null auch noch eine doppelte Null gibt.

Mit einem Hausvorteil von 5,25 Prozent ist amerikanisches Roulette die Version mit dem höchsten Hausvorteil überhaupt. Europäisches Roulette ist zwar zu finden, wird allerdings seltener angeboten, da der Hausvorteil hier nur 2,7 Prozent beträgt. Französisches Roulette bietet hingegen nur einen Hausvorteil von 1,35 Prozent, da hier die sogenannte "La Partage"-Regel angewendet wird. Diese besagt, dass Einsätze zwischen dem Casino und dem Spieler aufgeteilt werden, wenn die Kugel auf der Null landet. Der Grund dafür, dass echte Versionen des französischen Roulettes in Online-Casinos selten zu finden sind, wenn es überhaupt möglich ist, liegt einfach daran, dass die meisten Betreiber dieser Casinos den Hausvorteil als zu niedrig ansehen. Daher lohnt es sich nicht, dieses Spiel in das Portfolio aufzunehmen.

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Spieler mit einem gewissen Grundwissen über Casinospiele und den Hausvorteil werden sich an dieser Stelle vielleicht wundern, warum der Hausvorteil von 1,35 Prozent oder noch weniger für Casinos akzeptabel ist, wenn es um Spiele wie Video Poker geht, während französisches Roulette nicht angeboten wird.

Die Antwort liegt in der Natur dieser Spiele, bei denen im Prinzip ein gewisses Maß an Fertigkeiten mit Glück verbunden wird. Roulette hingegen basiert ausschließlich auf dem Glück der Spieler. Das bedeutet, dass anders als bei anderen Spielen die Ergebnisse bei Einsätzen im französischen Roulette nicht vom Grad der Fähigkeiten des Spielers abhängig sind, der am Tisch ist. Der Hausvorteil wird immer bei 1,35 Prozent liegen, egal was passiert.

Aufgrund der Tatsache, dass die Mehrzahl der Spieler nicht auf der Grundlage von perfekten Strategien spielt, ist der Hausvorteil bei den meisten Spielen, die auf Fähigkeiten basieren, in der Realität höher als der veröffentlichte Wert. Mit einem Hausvorteil von 1,35 Prozent, der sich nicht ändert, ist es jedoch leicht zu verstehen, warum diese Roulette-Variante nicht im Interesse von Casinos liegt. Deshalb ist es nur sehr selten im Angebot zu finden.

Denken Sie daran. Wenn Sie in einem herkömmlichen Casino einen Tisch mit französischem Roulette finden, lohnt es sich, dort zu spielen. Wenn Sie online einen solchen Tisch finden, wie es zum Beispiel in manchen Microgaming-Casinos möglich ist, sollten Sie sicherstellen, dass die "La Partage"-Regel angewendet wird. Manche Casinos haben diese Regel aus ihren Spielen gestrichen und bieten stattdessen europäisches Roulette mit einem französischen Rad an. Das ist jedoch nicht vergleichbar, vor allem bietet es nicht die gleiche Chance auf Gewinne

 


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