Geschichten über verrückte Wetten

Ein CEO auf Vegas Trip, der $300.000 für ein Abendessen ausgibt
Shane Smith

Wenn Sie sich Gedanken über ein sehr hochwertiges Steak zum Abendessen machen, dann geht es dabei vielleicht um Fleisch im Wert von einigen Hundert Euro. Shane Smith, der CEO des milliardenschweren Medienunternehmens Vice, hat dagegen rund 300.000 US-Dollar für ein Steak-Dinner für sich selbst und 30 Gäste ausgegeben, während er vor kurzem zur Consumer Electronics Show in Las Vegas war.

Laut der New York Times servierte Smith seinen 30 Gästen ein großes Abendessen, zubereitet vom bekannten Koch Jean-Georges' Vongerichten. Der berühmte Koch hat zwei Restaurants in Las Vegas, eines im Bellagio und eines im ARIA Resort.

Laut Medienberichten soll ausschliesslich Kobe und Wagyu Beef auf den Tisch gekommen sein. Wagyu ist die teuerste Rinderrasse der Welt und stammt aus Japan. Kobe ist ebenfalls japanischen Ursprungs, bezeichnet aber keine Rasse, sondern eine Region. Beides muss man einmal gegessen haben. Dazu wurden einige Flaschen Wein gereicht, die 20.000 Dollar pro Flasche gekostet haben sollen.

Solch ein Abendessen ist nicht einmal besonders übertrieben für den CEO eines grossen Medienhauses, dessen Vermögen rund 400 Millionen Dollar betragen soll. Interessent ist allerdings, dass seine Gäste bestätigt haben, dass er seine Glücksspielgewinne aus Las Vegas genutzt hat, um die Rechnung zu zahlen.

Smith hat mehr als eine Million Dollar gewonnen, während er im Rahmen der Consumer Electronics Show gespielt hat. Quellen haben außerdem bestätigt, dass er an den Blackjacktischen in Las Vegas besonders viel Glück gehabt haben soll. Zu einer dieser Quellen gehört David Carr, Kolumnist der New York Times, der dabei gewesen ist und zwischenzeitlich leider an Lungenkrebs verstorben ist.

Sowohl die Sprecher von MGM Resorts International und von Bloomberg haben bestätigt, dass Smith viel Geld ausgegeben hat. James Murren, CEO der MGM Resorts äusserte sich, das er lange keine Rechnung in dieser Höhe mehr gesehen hätte. Die New York Times hat zudem geschrieben, dass ein MGM-Manager gegenüber einem Analysten von Nomura Securities betont hat, dass die Rechnung für das Abendessen sehr angemessen gewesen sein soll und dass ihm die Auswahl der Weine ebenfalls zugesagt hätte.

Smith hat sich einen Ruf für seine extravaganten Aktionen erworben. Angeblich war er bei der Jahresabschlussfeier im vergangenen Jahr selbst auf der Bühne, um jedem Angestellten persönlich einen Bargeldbonus in Höhe von 1.500 Dollar zu übergeben. Dies geschah aber erst auf Druck seiner Angestellten, die sich laut eines Reports von Gawker über zu tiefe Gehälter beschwert hätten. Ob die Aktion in Vegas zu einem positiven Image verhilft, erscheint fraglich.