Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA)

Unlawful Internet Gambling Enforcement Act

Ein Gesetzesbeschluss gegen das illegale Online-Glücksspiel von 2006 (UIGEA)

Das UIGEA wurde kurz vor den Wahlen im Jahre 2006 verabschiedet und hat sich zum Ziel gesetzt, das Online-Glücksspiel zu regulieren. Dieses Gesetz verbietet, wissentlich Zahlungen zu akzeptieren, die in Verbindung zu Personen stehen, die an Wetteinsätzen beteiligt sind, die über das Internet abgewickelt werden. Bevor UIGEA verabschiedet wurde, gab es noch keine eindeutige Regelung darüber, ob Online-Glücksspiel legal ist oder nicht. Die Entscheidung lag quasi bei den einzelnen Bundesstaaten.

Die UIGEA wurde einem Gesetz hinzugefügt, das eigentlich nichts mit dem Online-Glücksspiel zu tun hatte. Dieses Gesetz ist das sogenannte SAFE Port Gesetz, welches den Häfen der USA zusätzliche Sicherheit bieten sollte. Später stellte sich dann heraus, dass die Abgeordneten, die für das SAFE Port Gesetz wählten, gar nicht die Gelegenheit hatten, den erst später beigefügten Teil, der das UIGEA enthielt, überhaupt zu lesen.

Im Gegensatz dazu, was allgemein angenommen wird, verbietet das UIGEA nicht Online-Poker, Online-Casinos oder Online-Sportwetten, sondern den Geldtransfer von Geldinstituten an Internetseiten, die in irgendeiner Form das Online-Glücksspiel thematisieren. Da jene Personen, die diese Regeln gemacht haben, denken, dass Poker auch eine Form des Glücksspiels ist, waren und sind natürlich auch die Online-Poker-Seiten davon betroffen.

Die positive Seite daran ist, dass das Gesetz das Online-Poker-Spiel nicht kriminalisiert. Das bedeutet letztendlich, dass die wirklich Betroffenen die Banken und Unternehmen sind, die im Gewerbe des Geldtransfers beschäftigt sind. Wenn man einfach nur Poker spielen möchte, dann braucht man sich hinsichtlich des UIGEA keine Sorgen zu machen.

Es ist nicht besonders überraschend, dass das UIGEA sich als Misserfolg herausstellte. Eine der Folgen war, dass Online-Poker-Anbieter den amerikanischen Markt verließen. Darunter befanden sich Party Poker und 888 Poker. Die andere Folge war, dass einige Banken keine Transaktionen über Kreditkarten durchführten.

Glücklicherweise gab es für die wahren Freunde des Poker-Spiels immer noch verschiedene Möglichkeiten, ihrer Leidenschaft nachzugehen und auch um echtes Geld zu spielen. Neue Methoden des Geldtransfers eroberten den Markt und die Spieler konnten und können immer noch Geld einzahlen oder ihre Gewinne abheben. Heute ist klar: Das UIGEA bedeutet nicht das Ende der Welt.

Aber das UIGEA hatte auch unbeabsichtigte negative Konsequenzen. Eines der größten Argumente für das UIGEA sollte der Schutz des US-Bürgers vor korrupten Online-Glücksspiel-Anbietern sein. Man sagte, dass die Anbieter einfach das eingezahlte Geld einbehalten und von der Bildfläche verschwinden könnten. Das Einzige, was jedoch erreicht wurde, war, dass die Online-Poker-Szene noch weiter in den Untergrund gelangte. Die Spieler hatten keine andere Wahl und wendeten sich an private Anbieter. Glücklicherweise bewiesen einige Unternehmen, dass sie einen sicheren Ort zum Spiel anbieten konnten. Statt sich einer Lösung zu bedienen, die mit einer Lizenzvergabe das Online-Poker-Spiel, das Online-Casino sowie die Online-Sportwetten reguliert, versank der Glücksspielmarkt in einer Grauzone. Die Folge ist, dass es keine Vorgaben gibt, die ein Mindestalter, Einzahlungs- und Auszahlungsmethoden bestimmen.

Eine weitere Folge ist, dass das Geld der Spieler auf den Konten von Geldtransferunternehmen eingefroren ist und so niemand sein Geld abheben konnte. Man erinnere sich hier an "Neteller". Dabei sollte doch der Verbraucher geschützt werden. Die Poker-Seiten sind online, jedoch haben die Spieler ihr Geld teilweise immer noch nicht erhalten. Aber hat die Regierung das Recht, darüber zu entscheiden, wie mündige Bürger ihr Geld auszugeben haben? Überraschenderweise wurde das Gesetz von den Republikanern unterstützt, die sich klar gegen die Kontrolle der Bürger seitens der Regierung ausgesprochen haben.

Das UIGEA hat auf die Online Casinos dieselbe Auswirkung wie auch auf die Online-Poker-Seiten. Manche Seiten fuhren mit ihrer Arbeit fort, andere verließen den US-Markt. Heutzutage haben die Spieler Zugang zu Hunderten von Online-Casinos. Nichts weiter hat sich geändert, außer dass einige Spieler Probleme damit haben, Geld von ihrer Kreditkarte zu überweisen. Gleiches gilt übrigens auch für Online-Sportwetten.



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