Sollte es tatsächlich amerikanisches Roulette heißen?

Ist amerikanisches Roulette wirklich aus Amerika?

Die meisten Spieler wissen, dass es beim Roulette zwei sehr unterschiedliche Varianten gibt, das europäische Roulette und das amerikanische Roulette. Diese wurden wahrscheinlich nach ihrer Herkunft benannt. Bei beiden Alternativen gibt es ein spezielles Design für das Rad, auf dem beim europäischen Roulette nur eine Null zu finden ist, während es beim amerikanischen Roulette neben der Null auch die Doppelnull gibt.

Obwohl Amerikaner die Erfindung der amerikanischen Version des Spiels für sich beanspruchen, ist die Doppelnull tatsächlich zuerst auf den Rädern von Casinos in Paris aufgetaucht, und zwar bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts, lange bevor das Spiel es nach Amerika geschafft hatte. Tatsächlich war das Rad mit der Doppelnull sogar vor der einfachen Null bekannt. Diese Version wurde erst einige Jahrzehnte später in Deutschland erfunden und verbreitete sich schnell, da sich die Casinos davon einen Vorteil im Wettbewerb um die Spieler versprachen.

Obwohl die Amerikaner später das Tischdesign erfolgreich verändert haben, haben sie nicht das Rad mit der Doppelnull erfunden. Sollte das Spiel also tatsächlich als "amerikanisches Roulette" bezeichnet werden?

Bei der Antwort kommt es darauf an, warum man davon ausgeht, dass dieser Name gerechtfertigt ist. Wenn es um den Ursprung des Rouletterads mit der Doppelnull geht, sollte das Spiel auf keinen Fall als amerikanisches Roulette bezeichnet werden.

Der tatsächliche Grund dafür, dass das Spiel diesen Namen erhalten hat, war nicht der Ort der Erfindung. Vielmehr geht der Name auf den Stil des Spiels zurück, der sich entwickelt hat, nachdem Roulette den Sprung nach Amerika geschafft hatte. Hier stand ein einzelner Dealer am Tisch, der wiederum von nur einem Vorgesetzten beaufsichtigt wurde. Im Gegensatz dazu waren drei bis acht Angestellte nötig, um den viel größeren französischen Roulettetisch zu bedienen. Zudem war es in den Bars und Saloons, in denen der Platz begrenzt war, deutlich effizienter, einen einzelnen Croupier an einem kleineren Tisch zu beschäftigen. Das galt vor allem zur Zeit des kalifornischen Goldrauschs, als das Spiel besonders populär wurde. Vor allem aber war es auf diese Weise einfacher, dass der Dealer sich selbst und das Geld des Hauses verteidigen konnte. Bei Bedarf konnte er sogar sehr leicht eine Pistole ziehen.

Das sind nur einige faszinierende Fakten über die Geschichte des Roulettes. Wir haben ausserdem noch einige Gewinn-Tipps für Sie.