Einige Worte zum Selbstausschluss im Online-Casino

Mr Green Casino

Als Teil ihrer Verpflichtung zu Responsible Gambling (=verantwortungsvolles Glücksspiel) und ihrer Lizenzvereinbarungen bietet die Mehrheit der seriösen Online-Casinos den Spieler die Option an, in den Casinos einen "Selbstausschluss" durchzuführen. Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich beim Selbstausschluss um eine Vorgehensweise, bei der der Spieler das Casino darüber informiert, dass er oder sie von allen in diesem Casino angebotenen Spielen ausgeschlossen werden möchte. Der Zeitraum für den Selbstausschluss beträgt gewöhnlich jede Zeitspanne von 6 Monaten an aufwärts bis zu 5 Jahren, wobei einige Online-Casinos wenn gewünscht auch kürzere Zeiträume wie einen Tag oder eine Woche anbieten. Dies ist ein härtere Alternative zum Setzen von Verlust-Limits.

Wird diese Option ausgewählt, sperrt das Casino den Spieler-Account für den entsprechenden Zeitraum und wird dem Spieler auch keine Werbeaktionen während der vorgesehenen Zeit anbieten. Ist diese Aktion einmal aktiv, kann sie nicht mehr rückgängig gemacht werden. Wenn diese Beruhigungsfrist abgeschlossen ist, werden die meisten Online-Casinos den Spieler-Account nicht automatisch wieder freischalten, wenn sie nicht dazu angewiesen werden.

Während Selbstausschluss dazu vorgesehen ist, für diejenigen eine Unterstützung zu sein, die befürchten, ein Problem mit ihrer Spielleidenschaft zu entwickeln, wird es auch oft von denen benutzt, die ihren Ausgaben eine Grenze setzen wollen. Nicht jeder Spieler mit einem Selbstausschluss ist ein Spielsüchtiger. Einige sind einfach nur verantwortungsbewusste Spieler, die erkannt haben, dass sie etwas Unterstützung brauchen.

Unabhängig von den Gründen, aus denen der Spieler den Selbstausschluss anfordert, sind Online-Casinos verpflichtet, jeden zumutbaren Aufwand zu betreiben, um sicherzustellen, dass die Entscheidung zum Selbstausschluss eingehalten wird, sobald die Funktion aktiviert wurde. Sie gewährleisten dies, indem sie die Spieler-Accounts überwachen und sicherstellen, dass es keine Zweitkonten von Spielern gibt, die einen Selbstausschluss gewählt und es sich dann anders überlegt haben. Sie stoppen ebenfalls alle Werbeangebote. Es ist aber immer noch die Sache des Spielers, zu seinem Selbstausschluss zu stehen. Dies ist auch der Punkt, an dem das Problem liegt. Wir erfahren häufig von Spielern, die nach dem Selbstausschluss spielen, verlieren und versuchen, ihre Verluste wieder auszugleichen.

Dies wird schnell zu einer heiklen Angelegenheit und ist der Scheideweg, der die Meinungen zu diesem Thema polarisiert. Auf der einen Seite haben Casinos die moralische, ethische und häufig auch gesetzliche Verpflichtung, Spieler auf die beste Art und Weise bei ihren Wünschen zum Selbstausschluss beizustehen. Ob sie das tun oder nicht, ist ein anderer Streitpunkt.

Auf der anderen Seite zeigt die Erfahrung, dass Spieler mit einem Selbstausschluss immer einen Weg zu spielen finden, wenn sie sich dazu entscheiden. Einige spielen einfach dort, wo sie nicht ausgeschlossen sind. Andere werden sich verschlungene Wege wie die Eröffnung eines neuen Accounts für den Zugang zum Casino ausdenken. Im Allgemeinen wird ein derartiges Vorgehen durch die Casinos blockiert. Sollte es einem Spieler aber dennoch gelingen, diese Maßnahme durch Aktionen zu umgehen, die im Gegensatz zu den Geschäftsbedingungen des Online-Casinos stehen wie die Eröffnung eines Zweitaccounts oder die Nutzung eines fremden Accounts, fällt dies wirklich in die Verantwortung des Casinos? Muss dieses die Verluste des Spielers ausgleichen?

Generell kann ein Spieler bei diesen Voraussetzungen als einzigen Erstattungsanspruch eine Beschwerde beim zuständigen Casino-Betreiber einreichen. Wird diese nicht zur Zufriedenheit des Spielers entschieden, ist womöglich eine andere Vorgehensweise zur Streitentscheidung erforderlich. Falls Schadensersatz vom Betreiber verlangt auf der Grundlage verlangt wird, dass der Spieler den Eindruck hat, das Casino hätte keine angemessenen Schritte unternommen, um ihn vom Glücksspiel abzuhalten, wird dies in der Regel als Rechtsstreit vor einem Zivilgericht enden. Die Beweislast liegt dann beim Spieler, seinen Anspruch zu begründen.

Letztendlich liegt die Verantwortung zu gleichen Teilen beim Casino und aufseiten der Spieler. Es gibt Geschäftsbedingungen, um die Maßnahmen zum Selbstausschluss zu regeln. Wenn beide Seiten sich daran halten, dann sollte es keine Probleme geben. Allerdings sind Menschen und Casinos oft nicht perfekt und so kommen Probleme eben von Zeit zu Zeit vor.

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