Blackjack – geht es bei dem Spiel um Glück oder um Fähigkeiten?

Rund um das Spiel Blackjack gibt es eine große Debatte. Dabei geht es darum, ob es sich hier um ein Glücksspiel handelt oder um ein Spiel, bei dem es vor allem auf die eigenen Fähigkeiten ankommt. Einige Spieler beharren darauf, dass es vor allem um das Glück geht, da die Karten zufällig verteilt werden, andere Spieler hingegen behaupten, dass die richtige Strategie den Vorteil des Hauses verringert und für die bestmöglichen Ergebnisse sorgt, unabhängig von den Karten auf der eigenen Hand.

Der Streit kann sogar so intensiv werden, dass man allein vom Lesen der Argumente in Spielerforen schon Kopfschmerzen bekommt. Aber wie lautet die Antwort? Natürlich spielen sowohl Glück als auch die eigenen Fähigkeiten eine wichtige Rolle.

Das Glück beeinflusst die Karten, die Sie zum Start bekommen, die Fähigkeiten sind hingegen wichtig, wenn es um die richtige Spielweise mit diesen Karten geht, um Ihre Gewinne zu maximieren oder um einen möglichen Verlust mit einer Hand so klein wie möglich zu halten. Darauf kommt es letzten Endes an, unabhängig davon, auf welcher Seite der Debatte Sie sich befinden. Wenn Sie komplett ohne Strategie Blackjack spielen, dann ist es ein reines Glücksspiel, wenn Sie jedoch die richtigen Handlungen für jede Situation kennen, dann spielen Sie auf der Grundlage Ihrer Fähigkeiten und können so Ihre Gewinne steigern.

Wenn Sie Blackjack spielen, dann ist es für den Erfolg wichtig, dass Sie eine Reihe von guten  Händen erhalten. Dabei geht es nicht nur darum, die Runden zu gewinnen, sondern auch darum, den Hausvorteil zu senken. Das schaffen Sie mit einem Blackjack bei Spielen, in denen der Gewinn bei 3:2 liegt, also der besten Alternative im Casino. Wenn wir einen Blick auf die Statistiken werfen, kann der Spieler beim normalen Blackjack mit acht Kartenspielen bei einer von 22 Händen (etwa 4,5 Prozent aller Spiele) einen Blackjack erhalten. Das gilt auch für den Dealer, allerdings erhalten Spieler mit einem Blackjack einen zusätzlichen Gewinn von 50 Prozent, während der Dealer nur den Einsatz gewinnt. Wenn Sie also die zusätzlichen 50 Prozent auf Ihren Einsatz mit der Frequenz des Blackjacks multiplizieren, ist das Ergebnis 2,25 Prozent. Um diesen Wert wird der andernfalls deutlich höhere Vorteil des Hauses verringert.

Wenn Sie das nötige Glück haben und einen Blackjack noch häufiger erhalten, dann können die Gewinne sich schnell addieren, während der Hausvorteil sich in einen Vorteil zu Ihren Gunsten verwandelt. Natürlich gilt auch das Gegenteil. Sie können einen Blackjack in weniger als 4,5 Prozent aller Runden erhalten, das wirkt sich dann negativ auf Ihr Guthaben aus.

Bei den Händen beim Blackjack gibt es zwei wichtige Aspekte. Zunächst einmal geht es um die Frage, ob man Spiele nutzen sollte, bei denen der Gewinn bei weniger als 3:2 liegt, da diese oft noch weitere Funktionen bieten. Zudem sollte man wissen, ob man die Versicherung nutzen sollte, wenn der Dealer ein Ass als erste Karte erhält. Dadurch erhält das Haus zwar wieder einen Vorteil, allerdings behalten Sie auf jeden Fall Ihren Einsatz, sodass diese Alternative für viele Spieler interessant ist. Das Ignorieren der Versicherung ist statistisch nicht sinnvoll, da es neun Möglichkeiten für einen Gewinn von 3:2 gibt, bei vier Varianten kommt es zu einem Push, während Sie nicht verlieren können.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei einer guten Blackjack-Strategie ist das mögliche Verdoppeln. Sie haben ganz allgemein die Möglichkeit, einmal bei jeder zehnten Hand (etwa 9,6 Prozent aller Runden) zu verdoppeln. Sie müssen viele der verdoppelten Hände gewinnen, da hier viel Geld auf dem Spiel steht. Wenn Sie das nicht schaffen, ist das sehr schlecht für Ihr Guthaben. Statistisch gesehen haben Sie jedoch gute Chancen, Spieler haben in der Regel einen kleinen Vorteil, wenn verdoppelt wird.

Aufgeteilte Paare sind ein weiterer Aspekt, bei dem man auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen sollte, um einen Vorteil zu erzielen. Das Aufteilen kommt etwa bei einer von 39 Händen vor, etwa 2,6 Prozent aller Spiele. Wenn Sie auf der Grundlage einer guten Strategie spielen, dann liegt der positive Erwartungswert bei 67,5 Prozent, bei den verbleibenden 32,5 Prozent erzielen Sie keinen Gewinn oder verlieren sogar Geld.

Natürlich wirkt es ein wenig komisch, Paare aufzuteilen, wenn man in etwa einem Drittel aller Fälle Geld verliert. Der durchschnittliche Verlust in diesen Runden wird durch das Aufteilen  jedoch verringert und liegt damit niedriger als bei einer alternativen Spielweise. Während das Casino also noch immer einen Vorteil hat, ist dieser zumindest etwas niedriger.

Insgesamt können Sie bei etwa jeder achten Hand (12,2 Prozent) Aufteilen oder Verdoppeln, wenn Sie Blackjack spielen. Ein echter Blackjack kommt bei rund 4,7 Prozent aller Hände vor, bei rund 40 Prozent aller Hände sollten Sie keine weiteren Karten nehmen, bei etwa 42,2 Prozent aller Hände ist eine weitere Karte hingegen sinnvoll.

Obwohl es einfach sein kann, bei 20 Punkten keine weitere Karte zu nehmen, wenn Sie gegen eine schwache Karte des Dealers antreten, sind nicht alle Hände so leicht zu spielen. Sie müssen gut auf Ihre Strategie achten und keine weitere Karte nehmen, wenn der Dealer drei Punkte hält, wobei Sie gewinnen oder verlieren können. Es geht eben vor allem um den Durchschnitt.

Einige weitere Karten sind schlecht. Wenn Sie eine 16 gegen eine Sieben des Dealers halten, kann es sein, dass Sie mit einer weiteren Karte gewinnen, allerdings ist das nicht sehr wahrscheinlich, in diesem Fall spricht die Statistik gegen Sie. In manchen Fällen ist eine weitere Karte ebenfalls schwierig. Eine weitere Karte bei neun Punkten gegen eine Sieben des Dealers bietet einen positiven Erwartungswert von 17 Prozent, das ist kaum ein sicherer Gewinn.

In manchen Runden werden Sie das Glück auf Ihrer Seite haben, in manchen hingegen nicht. Auf lange Sicht sorgt die richtige Strategie auf jeden Fall dafür, dass Sie möglichst oft gewinnen, allerdings kommt es dabei auch auf die individuellen Fähigkeiten eines Spielers an.



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